27. März 2021
Trauer um H&M Chilli Willi nach Unfall in Wellington

Wie spring-reiter.de berichtet, ist der Casall-Lord-Sohn H&M Chilli Willi am Freitagabend nach seinem Start beim CSI5* in Wellington (USA) verstorben. „Gleich nach dem letzten Sprung kam der Hengst ins Stolpern und brach sich das linke Vorderbein“, heißt es. Es wurde eine komplizierte Fraktur festgestellt, sodass sich sein ständiger Reiter Nicola Philippaerts (BEL) und seine Familie dazu entschließen mussten, den Hengst aus dem Stamm 318D2 einzuschläfern.

Chilli Willi hatte in den vergangenen Jahren mit inernationalen Erfolgen von sich reden gemacht und war Nicola Philippaerts’ Hoffnung auf die Olympischen Spiele in Tokio in diesem Jahr. Geboren wurde Chilli Willi auf der Insel Föhr bei Peter Diedrichsen – so wie schon viele internationale Sportpferde. Sein Züchter verkaufte ihn als Fohlen an Norbert Boley beziehungsweise den Verband der Züchter des Holsteiner Pferdes e. V. Er zog den Casall-Sohn, der übrigens aus der gleichen Mutter (v. Lord) wie Camiro (Toni Andre Hansen) stammt, auf. Zweijährig kaufte Axel Abhau für seinen Handerstall schließlich Chilli Willi und über Umwege gelangte der Hengst weiter nach Belgien. Seit 2015 war Chilli Willi, der seinem Vater Casall wie aus dem Gesicht geschnitten ist, im Stall von Nicola Philippaerts. „Er ist sehr clever, verfügt über viel Kraft und geht sehr oft fehlerfrei im Parcours“, sagte Nicola Philippaerts einst über sein Erfolgspferd. Das Paar machte mit dem Sieg bei den Belgischen Meisterschaften 2017, dem Global Champions Tour-Sieg in Chantilly 2018 und Nationenpreisen auf sich aufmerksam. „Danke für all die großartigen Erinnerungen und gemeinsamen Jahre, mein Superstar“, schreibt Philippaerts auf seiner Instagram-Seite. „Du wirst immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben und ich werde dich sehr vermissen.“

 

Foto: Stefan Lafrentz

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