Am Pfingstwochenende sammelten Holsteiner Pferde in aller Welt hochrangige Platzierungen:
Der Nekton-Calando I-Sohn Nexus (Dieter Pingel, Altenmoor), Stamm 2428, und Maximilian Weishaupt (GER) haben sich auf dem traditionellen Turnier in Wiesbaden den Sieg im 1,50 Meter-Springen mit zwei Phasen gesichert. „Nexus hat einen riesigen Galoppsprung und ist ein grundschnelles Pferd“, so der Sieger. „Ich habe Nexus 2019 von einer guten Kundin und Freundin von uns eigentlich nur als Schwangerschaftsvertretung übernommen“, schmunzelt er, der den Wallach wohl nicht mehr abgeben möchte. Für Nexus war es die Wiesbaden-Premiere und der erste Vier-Sterne-Sieg.
Auf Rang vier in dieser Prüfung kamen Cous Cous v. Cachas-Lasino (Norbert Schmalbach, Mollhagen), Stamm 18B1, und Hans-Dieter Dreher (GER). Im Großen Preis am Pfingstmontag sprangen die beiden dann auf die Silberposition. „Wir waren jetzt schon oft Zweite in wichtigen Springen, aber Platz eins ist nicht mehr weit weg“, ist sich Dreher sicher. Zum Beispiel in Mechelen (BEL), Maastricht (NED) oder New York (USA) wurde es Rang zwei für den Schimmel und Dreher.
Bereits den zweiten Sieg in einem Großen Preis in diesem Jahr feierten der Holsteiner Verbandshengst Zuccero v. Zirocco Blue-Caretino (Hanno Köhncke, Badendorf), Stamm 4539, und Rolf-Göran Bengtsson (SWE). Die Kombination war zunächst für Schweden im Nationenpreis am Start und das Team rangierte an sechster Stelle. Im Grand Prix am Sonntag gelang es nur fünf der fast 50 Starter, im Umlauf fehlerfrei zu bleiben. Und die souveräne Vorstellung wiederholte das Paar im schnellen Stechen. „Das Siegerpferd war nicht nur dasjenige mit dem besten Ergebnis des Tages. Es war auch dasjenige, das den Kurs am einfachsten aussehen ließ“, titelt Svenska Ridsport Förbundet. „Zuccero ist rittig, er hat immer den Überblick über die Situation, verfügt über die nötige Vorsicht, die ein Weltklassepferd braucht, und gleichzeitig ist er mutig“, sagte Rolf-Göran Bengtsson.
Im vorangegangenen Nationenpreis waren einige Holsteiner Pferde in den top-platzierten Mannschaften vertreten: Für Dänemark sicherten Ethene v. Corrado I-Cayado (Ferdinand Rutjes), Stamm 776, und Lars Bak Andersen Silber. Die deutsche Equipe sprang zu Bronze: Teil des Teams waren Greece v. Mylord Carthago-Quinar (Margit Petersen), Stamm 3401, und Teike Carstensen – ihren ersten Nationenpreis im Seniorenlager beendete die 24-Jährige mit zwei fehlerfreien Ritten. Auch Zaccorado Blue v. Zirocco Blue-Acorado I (Tanja Schramm), Stamm 1298, und David Will gehörten zum deutschen Bronzeteam. Quirados AS v. Quirado-Lavall I (Behrend Jacobs), Stamm 8784, und Matas Petraitis kamen für Litauen auf Rang fünf.
In Rom (ITA) wurde ebenso ein Nationenpreis ausgetragen, bei dem die Deutsche Equipe Rang fünf belegte. Dazu gehörten auch Limbridge v. Limbus-Cambride (Ralf Pawlowski, Heidenheim), Stamm 741, und Jana Wargers. Auf Platz sechs kam die Mannschaft der Niederlande mit Long John Silver v. Lasino-Corrado I (Peter Burmeister, Wangels), Stamm 2896, sowie Uricas v/d Kattevennen v. Uriko-Cassini I (Otto Boje Schoof, Hedwigenkoog), Stamm 1916, und Harrie Smolders. Long John Silver belegte darüber hinaus im Großen Preis den fünften Rang.
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Foto Stefan Lafrentz: Nexus und Maximilian Weishaupt