In Leipzig wurden an diesem Wochenende unter anderem die Weltcup-Finals in Springen und Dressur ausgetragen – beide mit Holsteiner Beteiligung (für Deutschland) und herausragenden Erfolgen.
Im Parcours waren in der ersten Prüfung am Donnerstag C-Vier v. Cardento-Concorde (W. Wolters, Groningen), Stamm 8818, und David Will (GER) Vierte, Monaco v. Cassini II-Contender (Ralf Lütje, Haseldorf), Stamm 429, und Harrie Smolders (NED) belegten Rang neun. In Runde zwei am Freitag mussten Will und der auffällig gezeichnete Braune zwei Abwürfe verzeichnen, Monaco und Harrie Smolders sicherten sich souverän Rang vier. In der letzten Prüfung des Finales blieben Will und C-Vier als nur eines von drei Paaren in beiden Runden ohne Fehler, sodass sie sich den Tagessieg sicherten. Mit einem Abwurf im zweiten Umlauf rangierten Monaco und Harrie Smolders an sechster Stelle. Für das Overall-Ranking bedeutete dies Silber für Monaco und Harrie Smolders hinter dem Schweizer Martin Fuchs. C-Vier und David Will rangierten an sechster Stelle – als bestes deutsches Paar.
Und auch im Viereck glänzte eine Vertreterin aus dem Land zwischen den Meeren einmal mehr bei ihren Auftritten: Die Mannschafts-Europameisterin Annabelle v. Conteur-Linaro (Günther Fielmann, Schierensee), Stamm 776, und ihre Reiterin Helen Langehanenberg hatte die Ehre, als eines von drei Paaren für Deutschland an den Start zu gehen. Zwei Mal – im Kurz Grand Prix und in der Kür – kamen sie an sechste Stelle. „Es war immer mein Ziel, ihre Wahnsinns-Energie gepaart mit ihrer Leichtigkeit und Eleganz ins Viereck bringen zu können. Und das Gefühl habe ich beim Weltcup-Finale bekommen“, schwärmte die stolze Reiterin. „Es hat mich sehr stolz gemacht, inzwischen ihr Vertrauen so gewonnen zu haben.“
Und auch in der Youngster-Tour gab es vielversprechende Holsteiner Nachwuchspferde zu sehen: Für Achtjährige über 1,40 Meter siegte am Veranstaltungsfreitag in der ersten Qualifikation ein Sohn des Casall mit einer beeindruckenden Runde: Dark Chocolate (MV. Acodetto) aus der Zucht von Familie Oldekop (Schönwalde), Stamm 3389, wurde von Denis Lynch (IRL) vorgestellt. Auf Rang zwei folgte noch ein Holsteiner: Untouchable v. Comme il faut-Contender (Stall Moorhof), Stamm 2067, mit Kaya Lüthi (SUI) im Sattel – er gewann am Folgetag dann die zweite Qualifikation, ehe Dark Chocolate am Sonntag das Finale wieder für sich entschied.
Vielseitigkeit
Derweil nimmt auch die Saison der Vielseitigkeitsreiter und -pferde Fahrt auf: Im polnischen Strzegom zum Beispiel traf man sich unter anderem für eine Drei- und Vier-Sterne-Prüfung. Aus der CCI3*-S ging eine Holsteiner Stute als Siegerin hervor: Corminta vom Gwick v. Cormint-Contendro I (Horst Schneider, Bröthen), Stamm 2067, ist im Stall von Merel Blom (NED) zuhause und war 2020 bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde in Le Lion d’Angers (FRA) am Start, wo sie die Bronzemedaille gewann. In der CCI4*-S waren Timmo v. Timolino xx-Carlos DZ (Ole Lehmann, Graasten), Stamm 6042, auf Rang zwei hocherfolgreich.
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Foto Stefan Lafrentz: Monaco und Harrie Smolders