29. Mai 2022
Holsteiner Results: Dacara E gelingt Sieg bei Derby-Premiere, Limbridge wird Zweiter...

Eine Sensation geschah heute Nachmittag in Klein Flottbek: Das ehemalige Holsteiner Auktionspferd, Dacara E v. Cancara (Gerd Eggers, Stadum), siegte im Deutschen Springderby in Klein Flottbek. Im Sattel saß ihre ständige Reiterin und Besitzerin Cassandra Orschel. Die für Polen startende Hamburgerin und ihre elf Jahre alte Holsteiner Stute sind eigentlich gar keine Derby-Spezialisten, sondern vielmehr auf „normalen“ Turnieren in Springen bis 1,60 Meter hocherfolgreich. Doch an diesem Wochenende zeigten sie vor heimischem Publikum, dass Wall, Birkenoxer, Holsteiner Wegesprünge & Co. kein Problem für sie sind. Im Stechen gelang dem Paar die einzige fehlerfreie Runde und auch mit dem Stilpreis hätte das Paar ausgezeichnet werden können. 2016 hatte Cassandra Orschel die Fuchstute auf der Holsteiner Frühjahrsauktion entdeckt. „Sie ist nicht ganz einfach, hat ihren eigenen Willen und man muss immer Kompromisse schließen. Aber sie ist auch eine unglaubliche Kämpferin, sie springt aus jeder Lage, hat wahnsinnig viel Kraft und kein Hindernis war für sie bisher zu hoch“, sagte Cassandra Orschel in einem früheren Interview. Das hat Dacara heute erneut bewiesen. „Mit dem Sieg heute habe ich niemals gerechnet“, sagte die zu Freundentränen gerührte Reiterin nachdem sie heute das 91. Deutsche Springderby für sich entscheiden konnte. Auf den Plätzen sechs, sieben und 14 reihten sich drei weitere Pferde mit einem Holsteiner Brand ein: Cross Keys v. Casall-Sunset Boulevard xx (Jens Kotthaus, Schönwalde) und Kai Rüder, Cyrus L v. Cartani-Calypso II (Werner Löffler, Arlewatt) und Stefan Jensen sowie Can Ya Macan (Gerald Lennaerts, BEL-Peer) und Shane Breen (IRL).
Das Turnier in Hamburg war auch gleichzeitig eine Etappe der Global Champions Tour. Im Grand Prix platzierten sich drei Holsteiner in den Top 10. Auf den Plätzen sieben und acht rangierten zwei Pferde aus der Zucht von Ronald Nowee (NED-JJ Oude Niedrop): Cristel v. Diamant de Semilly-Cento unter Nils Bruynseels (BEL) und Charly v. Calido I-Askari mit Jonny Pals (NED). Neunte wurden Sanne Thijssen (NED) und Con Quidam v. Quinar-Cardino (ZG Bröcking, Borken). Im Championat von Hamburg platzierten sich Philip Rüping und Casallco v. Casall-Contender (Frans Vrenken, NED-Maasbree) an vierte Stelle.

In Rom fand zeitgleich ein CSIO5* statt, auf der legendären Piazza di Siena. Dort gingen im Nationenpreis über 1,60 Meter eine Reihe Holsteiner an den Start. Jerome Guerys bewährter Quel Homme de Hus v. Quidam de Revel-Candillo (Dr. Andreas Kosicki, Berlin) holte mit der belgischen Equipe Silber und Long John Silver v. Lasino aus der Zucht von Peter Burmeister und Jur Vrierling mit den Niederländern Bronze und Confu v. Contact Me-Cambridge (Kai Gerken, Lasbek) kam für die USA unter Laura Kraut auf Platz vier. Im Grand Prix über 1,60 Meter brillierten zwei Holsteiner auf den Plätzen zwei und drei. Zum einen war das Limbridge v. Limbus-Cambridge (Ralf Pawlowski, Heidenheim) und Jana Wargers, die 90.000 Euro Preisgeld einstreichen konnten. Und zum anderen kam Cochello v. Casall-Cartani (Reimer Detlef Hennings, Bendorf) unter Piergiorgio Bucci (ITA) auf Platz drei. Dafür gab es auch noch 67.500 Euro.

Holsteiner Results

 

Foto: Stefan Lafrentz

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