Einen großen Triumph feierte der Franzose Kevin Staut an diesem Wochenende vor heimischer Kulisse: Mit der Chepetto-Cash-Tochter Cheppetta (Silke Zuba, Wesselburen), Stamm 18A2, gewann er den Großen Preis von Paris. Der letzte Sieg des Paares ist noch nicht lange her: Im Februar beendeten die beiden ein 1,50 Meter-Springen im portugiesichen Vilamoura auf Rang eins.
Vor einigen Monaten weinte die US-Amerkanerin Laura Kraut noch, weil sie nicht wusste, ob ihr langjähriges Erfolgspferd Confu sich von seiner schweren Virus-Erkrankung erholen würde. Nun feierte der Contact Me-Cambridge-Sohn (Kai Gerken, Lasbek), Stamm 4705, ein Comeback nach Maß in Wellington (USA). In dem mit 216.000 Dollar dotierten Grand Prix des CSI4* war das Paar im Stechen einmal mehr pfeilschnell unterwegs und sicherte sich den Sieg. „Er wusste genau, was zu tun war“, so die glückliche Amazone nach der Prüfung – der ersten auf ihrem Schimmel seit dem Herbst 2021.
Beim CSI5* in Paris haben die Casall-Contender-Tochter Catenda (Detlef Hennings, Bendorf), Stamm 2067, und Edwina Tops-Alexander (AUS) Rang drei in einem 1,55 Meter-Springen belegt. „Das war ihr erstes großes Turnier und sie hat es leichtfertig gemeistert“, strahlte Tops-Alexander. „Catenda hat eine großartige Einstellung und hat das heute auf den Punkt gezeigt.“ Die Stute war in Deutschland mir Markus Renzel in den Sport gekommen und ist erst seit diesem Jahr im Stall Tops-Alexander zuhause.
Das erste Mal gemeinsam auf 1,50 Meter-Niveau – und direkt sicherten sich Verbandshengst Million Dollar v. Plot Blue und Sophie Hinners (GER) Rang zwei im Großen Preis im spanischen Oliva. Sowohl im Umlauf als auch im Stechen blieben die beiden fehlerfrei, das gelang nur drei von 50 Paaren in diesem Springen.
Confu ist nicht das einzige Pferd aus der Zucht von Kai Gerken, das an diesem Wochenende siegreich unterwegs war: Auch der Catoki-Contact Me-Sohn Catover (Stamm 4705) beendete ein 1,45 Meter-Springen als Sieger. Und zwar in Coapexpan (MEX), im Sattel saß Alberto Sanchez-Cozar (MEX).
Dressur
Devanto v. De Chirico-Lorentin I (Holger Wesselmann, Kellinghusen), Stamm 49, hat Tinne Vilhelmson Silfvén (SWE) nicht nur jeweils einen Sieg im Grand Prix und Grand Prix Kür geschenkt, sondern auch ihr neues Personal Best der jeweiligen Prüfung. „Die Atmosphäre war nicht ganz ohne“, sagte die Reiterin nach der Kür. „Aber ich hatte das Gefühl, dass er ganz bei mir war – das war toll.“
In Deutschland feierte die ehemalige Ausbilderin von Devanto, Juliane Brunkhorst, einen S***-Sieg (Intermédiaire II) mit dem Ampère-Aljano-Sohn Aperol. Der Braune stammt aus der Zucht von Heidi Blohm (Hamburg) und vertritt den Stamm 8797. Er war früher mit der Finnin Emma Kanerva bis zur Königsklasse erfolgreich, ehe er nach einer Turnierpause zu Brunkhorst kam.
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Foto Stefan Lafrentz: Catenda und Markus Renzel