Im vergangenen Jahr war es zu tierschutzrelevanten Problemen auf dem Gestüt Grönwohldhof gekommen. Gemeinsam mit dem Gestütseigentümer und einer Arbeitsgruppe, bestehend aus den Personen Dr. Thomas Nissen (Tierwohbeauftragter), Thies Beuck und Norbert Boley sowie den leitenden Gestütsmitarbeitern wurden die Probleme aufgearbeitet und Hilfestellungen sowie Beratungen bei der Umsetzung von Maßnahmen zu Haltungsverbesserungen gegeben. Darüber hinaus fanden auch Sitzungen mit den zuständigen Veterinärämtern statt. Gemeinsam wurden Haltung- und Managementverbesserungen erarbeitet und auch schon optimiert. Nun sieht die Arbeitsgruppe des Holsteiner Verbandes ihre beratende Tätigkeit für diese aktuelle Aufgabe als beendet an.
Wie der Verbandsvorsitzende Ulrich Steuber berichtet, wurden im Zeitraum von Mitte Dezember 2022 bis Mitte Mai 2023 in vielen Sitzungen und Betriebsbesichtigungen die tierschutzrechtlichen und managementbedingten Themen des Betriebes aufgearbeitet und Hilfestellungen bei der Umsetzung von Haltungsverbesserungen gegeben. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben zunächst ein „Umstellungskonzept“ mit einer Bestandsaufnahme angefertigt. Daraus – und aus der Korrespondenz mit den Veterinären – ergab sich zügig, dass die Größe des Pferdebestandes gemindert werden muss. Eine professionelle Fütterungsberatung wurde außerdem hinzugezogen und die ausreichende Versorgung mit Raufutter bis in das Frühjahr sichergestellt. Die Platzverhältnisse in allen Aufzuchtbetrieben wurden nach den Leitlinien für Pferdehaltung angelegt.
Der Gestütseigner und die leitenden Mitarbeiter haben jetzt die wichtigen Themen zum Tierwohl für den Grönwohlhof im Blick und werden weitere Umstrukturierungsmaßnahmen vornehmen. In einem finalen Gespräch wurden diese Themen nochmals deutlich angesprochen und protokolliert. Dabei wurde von Seiten des Gremiums des Verbandes besonders auf die erforderliche Bestandsreduzierung hingewiesen.